Der Verein - Diakonische Dienste Singen e.V.

Pflege aus einer Hand

Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.
Guy de Maupassant
 
 
Zwei Männer waren es, denen die Einrichtung seine Entstehung verdankt. Oberkirchenrat Günther Adolph und Kirchenrat Theo Odenwald. Beide waren in den fünfziger und sechziger Jahren nacheinander Pfarrer an der Lutherkirche in Singen. Bei der Dienstübergabe der Lutherpfarrei an seinen Nachfolger gab Oberkirchenrat Adolph noch den Gedanken weiter: Es sei dringend geboten in Singen ein evangelisches Altenheim zu bauen.

Den letzten Anstoß gab wohl eine ältere Dame, die sich erkundigte, ob es in Singen ein evangelisches Altenheim gäbe. Obwohl zunächst andere Aufgaben anstanden, war dieser Gedanke nicht vergessen. Der Kirchengemeinderat beschäftigte sich immer wieder mit dieser Frage und erkannte auch seine Verpflichtung im diakonischen Bereich zu handeln. So wurde auf Beschluss des Kirchengemeinderates am 22. Mai 1963 im Nebenzimmer des Hotels „Lamm“ der Verein Evangelisches Altenheim Singen e.V. gegründet. An der Gründungsversammlung haben Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde mitgewirkt. Diese Frauen und Männer hatten in Erfüllung des diakonischen Auftrages der Kirche und im Vertrauen auf Gott das Werk mutig begonnen.
 
Am 02.11.66 wurde in der Mitgliederversammlung der Bau des Evangelischen Altenheimes beschlossen und am 01.12.1966 folgte der erste Spatenstich. Am 13.01.1969 konnten nach dreijähriger Bauzeit die ersten Bewohner in das neue Haus einziehen. Nach der Einweihung gab es Überlegungen, den Verein aufzulösen und die Betriebsträgerschaft der Kirchengemeinde Singen zu übertragen. Das Diakonische Werk Baden verhinderte diesen Schritt. Jedoch wurde in den Protokollen eine enge Verbindung zur Kirchengemeinde betont.
 
In den vergangenen Jahren hat sich viel verändert, die Konzeption des Hauses wurde immer wieder den aktuellen Entwicklungen angepasst. Die Betreuung und Pflege in den bisherigen Altenheimzimmern wurde schwieriger, das Altenheim wandelte sich zum Pflegeheim.

In den Jahren 1983-1985 wurde die Einrichtung mit öffentlicher Förderung erweitert und umgebaut. Im Jahre 1986 nahm das Tagesheim seinen Betrieb auf. Mit Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 hatte sich die Situation in der Altenpflege grundlegend geändert. Der nun entstandene Wettbewerb der Anbieter auf dem Pflegemarkt erforderte eine Diskussion über eine Kooperation zwischen ambulanten und stationären Diensten. 1999 übernahm der Verein die Sozialstation, die Nachbarschaftshilfe und Betreutes Wohnen von der Evangelischen Kirchengemeinde Singen.
Unter dem neuen Namen „Diakonische Dienste Singen e.V.“ entstand eine Einrichtung in Singen, die soziale Dienstleistungen unter dem Motto „Pflege aus einer Hand“ anbietet. Das bisherige Evangelische Altenheim erhielt mit „Haus am Hohentwiel“ ebenfalls einen neuen Namen.

2001 begannen die ersten Planungen für eine Generalsanierung des Hauses. 2007 wurde die Bewilligung erteilt. Es erfolgte eine intensive Planungsphase und der Verwaltungsrat beschloss den Baubeginn für April 2008. Die Bewohner wurden in zwei neu erstellten Häusern untergebracht. Ein großer Umzug begann, und nach nur 18 Monaten Bauzeit kehrten alle Bewohner wie Mitarbeiter in ihr neues-altes Zuhause zurück.

Heute sind die Diakonischen Dienste Singen e.V. ein etablierter Anbieter der Altenpflege. Der Verein hat in den vergangenen Jahren stets die Weiterentwicklung und Anpassung von bestehenden Konzepten und Strukturen an eine zeitgemäße Altenpflege betrieben. Zwischenzeitlich hat der Verein über 100 Mitglieder und wird von einem ehrenamtlichen Aufsichtsrat geführt. Ein hauptamtlicher Vorstand leitet die Einrichtung.

Mit einer Mitgliedschaft im Verein Diakonische Dienste Singen e.V. unterstützen Sie die Arbeit der Einrichtung sowohl finanziell, als auch inhaltlich.



 
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